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Zunächst nochmals
der Hinweis:
Bitte lesen Sie zuerst die gesamten Schritte und Hinweise zu jeder dieser
Tierfiguren, bevor Sie mit einem Ballon versuchen, diese Figur nachzumachen.

So schnell geht es erst nach einiger
Übung! - Also lesen Sie erst was Sie erwartet und wie es richtig
gemacht wird.
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Ihren Eifer beim Erlernen des Ballonmodellierens
in allen Ehren, aber glauben Sie einem erfahrenen Praktiker: Sie tun sich
leichter, wenn Sie diesen Ratschlägen folgen und vermeiden gerade am Anfang
wesentliche Fehler.
Ich habe im folgenden Teil die Grundbegriffe
und wichtigsten Details an Hand eines Pudel ausführlich dargestellt.
Der Pudel gehört zu meinen Lieblingstieren
beim Ballonmodellieren. Vielleicht liegt es daran, daß es die erste Figur
war, die ich aus einem Luftballon nachgemacht habe.
Das mag ein Punkt sein, aber es ist
auch ein Tier, das man überall auf der Welt kennt, und wenn Sie es sorgfältig
aus einem Luftballon herstellen, auch als Pudel zu erkennen ist.
Lernen Sie nun die grundlegenden Handgriffe,
die sich bei vielen anderen Tierfiguren in dieser Form wiederholen,
Schritt für Schritt kennen.
Die anderen in diesem Buch dargestellten
Figuren unterscheiden sich dann nur noch durch andere Proportionen. Wenn
Sie die Grundschritte des hier erläuterten Pudel sicher beherrschen,
haben Sie ein für alle mal den Grundstock des Ballonmodellierens sicher
erlernt und andere, auch neue Figuren, fallen Ihnen leicht und Sie können
dann sicherlich auch für viele eigene Ideen und Variationen die hier erlernten
Grundbegriffe anwenden.
Neben der Beschreibung der handwerklichen
Fertigkeit zeige ich Ihnen auch an diesem Beispiel, wie ich mit den Zuschauern
spiele, wenn ich diese Tierfiguren erstelle. Die jeweiligen "lustigen
Sprüche" sind jeweils zu dem entsprechenden Teil des Entstehens in
kursiver Shrift dargestellt.
Natürlich bedarf es einiger Geduld und
Erfahrung, bis Sie die handwerkliche Fähigkeit und das gesprochene Wort
völlig synchron eingeübt haben und flüssig beherrschen.
Sie sollten sich dabei aber nicht streng
an meine vorgegebenen Worte halten (auch wenn mir damit der Beifall der
Zuschauer sicher ist, daher ja auch der Name "Mr. Bay Fall"),
sondern Sie sollten Ihren eigenen Stil der Präsentation wählen!
Einfach kopieren bringt hier wie überall
keinen Spaß. Der Zuschauer merkt bei der Gesamtpräsentation sofort, ob
Sie jemanden nur kopieren, oder ab es sich um eine eigene und zu Ihnen
passende Präsentation handelt. Lassen Sie sich einen eigenen kleinen Vortrag
einfallen, der zu Ihnen paßt, das wirkt bestimmt individueller und lustiger,
denn wie überall gilt auch beim Zaubern:
"Jede
Kopie ist schlecht!"
Eigene Originalität zählt und kommt
beim Zuschauer am besten an.
Und nun geht es los.
Sie haben entsprechend den ersten Ballonhinweisen den Ballon gestreckt
und (hoffentlich nicht zu mühsam) aufgeblasen. Siehe Hinweise im Kapitel:
der Modellierballon.
Der Pudel läßt sich am besten formen, wenn Sie den Ballon ca. bis zur
Hälfte aufgeblasen haben. Dann können Sie mit Sicherheit alle hier beschriebenen
Details und Varianten am besten erstellen und nachmodellieren.
Ich starte bei Veranstaltungen, bei denen ich zum ersten Mal auftrete
meistens, indem ich einen Luftballon aus meinen Vorratsbehälter (meistens
meine Jacken- oder Hemdtasche) hole, ihn hochhalte und frage:
"Was ist das?"
In der Regel kommt die Antwort:
"Ein Gummi, ein Ballon, eine Schnur usw."
Egal, was geantwortet wurde, sage ich dann:
"Nein, das ist kein Luftballon, das sieht nur so aus. Das ist
ein kleiner Pudel aus Kiel (oder der Stadt, in der ich gerade auftrete).
Nun, ein Pudel ist etwas größer!"
Dabei strecke ich dann den Luftballon
und sage:
"zunächst eine typische Handbewegung.
Wenn Sie das im Fernsehen sehen in der Sendung: Bin ich was ... was bin
ich: Mr. Bay Fall aus Kiel! Nun ein kleiner Pudel!"
Dann puste ich den ersten "Bubble"
zeige diesen deutlich zu den Zuschauern und sage:
"Ein Pudel!"
warte einen Moment und sage dann
"ein Pudel ist etwas größer".
Dabei puste ich den Ballon dann halb
auf und verknote ihn.
Bis hierher die Vorgeschichte und nun geht es los.
Ich zeige den aufgeblasenen Luftballon und sage:
"Zunächst ist das noch kein
Pudel, sondern eine Wurst, die ein Pudel macht oder frißt - meistens macht
er sie ja"
Dabei scharre ich dann mit den Füßen,
so als würde ich die Reste eines solchen "Fehltritts" von meinen
Schuhen abstreifen.
"Schnauze! ..... Oh, ich meine nicht Sie, sondern
den kleinen Pudel".
Damit forme ich dann die kleine Schnauze. Den genauen Vorgang zum
Formen der Schnauze habe ich im Kapitel: "Das Modellieren "
beschrieben.
Danach halten Sie den Ballon mit der bereits abgedrehten Schnauze wie
hier dargestellt:
Sie halten und sichern die abgedrehte
Schnauze mit dem Zeigefinger und Daumen der linken Hand. Damit verhindern
Sie, daß sich dieser bereits abgedrehte Bubble beim weiteren Arbeiten
wieder aufdreht. (Sollte das am Anfang doch einmal passieren und es passiert
Ihnen mit Sicherheit, dann wiederholen Sie halt den letzten Schritt und
bemühen sich nun, daß sich dieser Teil nicht wieder aufdreht).
"Ein linkes Ohr".
Mit den nun freigewordenen "Griff-Fingern"
der linken Hand, dem Ringfinger und dem kleinen Finger messen Sie nun
die Ohrgröße ab, und drücken wieder in den Ballon während Sie mit der
rechten Hand wieder den neu erzeugten Bubble zwei- bis dreimal umdrehen.
Das folgendende Bild zeigt den Ballon, wie er nun aussehen sollte.
Der Bubble für das erste Ohr ist abgedreht
und Sie haben die Arbeitsfinger der linken Hand wieder frei. Achtung:
nur die Arbeitsfinger, das sind der Ringfinger und kleine Finger. Der
Zeigefinger und Daumen muß weiterhin den Teil der Schnauze absichern.
"Ein rechtes Ohr".
Legen Sie das lange Ende des Luftballons parallel zu dem bisherigen Ohr
(und knicken Sie den Ballon einfach an der Stelle des letzten Bubble um)
und greifen Sie nun den Bubble für das rechte Ohr ab. (s. nächstes Bild).
Dadurch, daß Sie den Ballon umgeknickt haben und parallel zu den bisherigen
Bubbeln halten, können Sie das rechte Ohr sehr gut und genau in der Proportion
des linken Ohres abmessen.
Sie haben nun also auch das rechte Ohr
als Bubble abgedreht und nun kommt es darauf an, dieser ersten Gruppe
von drei Bubbeln (der Hundeschnauze und den beiden Ohren) einen Halt zu
geben, so daß Sie die Hände frei bekommen für das weitere Modellieren.
Sie haben das längere Ende des Ballons
noch immer parallel zu der Schnauze und den beiden gleichgroßen Ohren
liegen und drehen nun dieses lange Ende des Ballons cirka zwei bis dreimal
um den ersten Bubble der Hundeschnauze herum.
Am Anfang ist es vielleicht hilfreich,
wenn Sie mit der linken Hand an der Drehstelle den Ballon vor einem Aufdrehen
schützen und mit der rechten Hand die beiden Ohren wie beschrieben zwei
bis dreimal herumdrehen.
Dieser Vorgang wird häufig als "Verknoten",
genauer gesagt ist es aber ein "Festdrehen" der ersten Bubbelpartie.
Die Abbildung zeigt exakt diesen Vorgang des Festdrehens.
Wenn Sie diesen Schritt erreicht haben,
können Sie beruhigt die linke Hand wieder loslassen und frei bewegen.
Jetzt kann sich nichts mehr aufdrehen und Sie haben den ersten Teil des
Pudel hervorragend geschafft. Das Bild zeigt das Ergebnis und die Ausgangsbasis
für die weiteren Schritte.
"Ein kleiner Nacken".
Mit diesen Worten erstellen Sie einen kleinen Nackenbubble. Dieser
Bubble wird ebenso wie die Schnauze durch ein Eindrücken von Ringfinger
und kleinem Finger der linken Hand an der gewünschten Nackenstelle erreicht.
Nach dem Abdrehen dieses kleinen Nackenbubble sichern Sie diesen wieder
mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand. Das Bild zeigt diesen Vorgang
des Absicherns.
"Ein linkes Bein".
Drehen Sie dabei wieder einen Bubble (in der Proportion etwa doppelt
so groß wie den Nackenbubble) und halten Sie diesen wie hier gezeigt
fest,
"Ein rechtes Bein".
Legen Sie wieder das lange Ende parallel zum bisherigen Beinteil und
drücken Sie einen möglichst gleichgroßen Bubble ab für das rechte Vorderbein
und drehen Sie wieder das lange Ende
des Ballons zwei bis dreimal um den Nackenbubble, um die Vorderbeine zu
befestigen, so daß der bisherige Teil nicht wieder aufgeht. Hier sehen
Sie wieder, wie der Pudel bis zu diesem Zeitpunkt aussieht.
"Ein kleiner Chappi-Bauch -
für die anderen Futtermittel mache ich später Schleichwerbung"
Dabei drehen Sie den Bauchbubble (wieder wie bei der Schnauze und
dem Nackenbubble mit den "Griff-Fingern" der linken Hand an
der Stelle ein, die das Bauchende darstellen soll) und halten diesen abgedrehten
Bubble wieder mit dem Zeigefinger und Daumen der linken Hand fest
"Ein linkes Hinterbein".
Drehen Sie dazu den nächsten Bubble als linkes Hinterbein ab und zeigen
Sie es den Zuschauern, wie hier
"Ein rechtes Bein".
Drehen Sie nun das möglichst gleichgroße rechte Hinterbein ab. Wie
zuvor halten Sie dabei am besten das Ballonende, das inzwischen wesentlich
kleiner geworden ist, parallel zu dem Bauch und linken Hinterbein. Das
Bild zeigt diesen Vorgang und das bisherige Ergebnis.
Drehen Sie nun den verbliebenen Rest
um den Bauchbubble und sichern Sie damit die Hinterbeine vor einem unbeabsichtigten
Aufdrehen ab.
Zeigen Sie das Ergebnis
Damit haben Sie die Grundform eines
Pudel bereits erstellt und es kommt meist schon ein kleiner, wenn auch
noch bescheidener Applaus.
"Und was ist das wichtigste
beim Pudel?"
Zeigen Sie den bisher gefertigten Pudelteil
dem Publikum während Sie diese Frage stellen. Häufig kommt hier die Anwort:
"Der Schwanz"
Erfassen Sie nun den kleinen Pudel mit
beiden Händen an den Hinterbeinen. Das rechte Hinterbein wird von der
rechten Hand und das linke Hinterbein von der linken Hand gehalten. Der
Haltepunkt ist exakt in der Mitte der Hinterbeine. Während Zeigefinger
und Mittelfinger der beiden Hände nun die Hinterbeine leicht zur Seite
drücken und gleichzeitig etwas nach hinten rollen, erfassen die beiden
Daumen den Schwanzteil, biegen diesen nach hinten und unten auf die kleine
Öffnung der Hinterbeine zu, die sich durch das Auseinanderdrücken und
Rückwärtsrollen der Hinterbeine ergibt.
Drücken Sie vorsichtig mit den Daumen
den Schwanz durch die Hinterbeine. Damit erreichen Sie, daß sich der Ballon
nicht wieder aufrollen kann. Richten Sie die Form nun erneut aus. Das
Bild zeigt den Vorgang des Öffnens der Hinterbeine und das Durchdrücken
des Schwanzes.
"Das Wichtigste beim Pudel ist,
den Nippel durch die Lasche zu ziehen".
Halten Sie nun den Pudel mit der linken Hand an den Ohren fest, ergreifen
Sie mit der rechten Hand die Pudelschnauze. Dabei fassen Sie möglichst
in der Mitte der Schnauze an, Daumen und Mittelfinger der rechten Hand
an der Seite der Schnauze liegend und biegen Sie die Schnauze des Pudel
um. Knicken Sie die Schnauze einfach mit dem Zeigefinger der rechten Hand
in der Mitte ein. Das Foto zeigt, wie das Ganze zu diesem Zeitpunkt aussehen
soll.
Drehen Sie den umgeknickten Teil der
Schnauze nun an die Ohren heran. Die linke Hand stützt den Pudel ja bereits
an den Ohren, wie aus dem Bild hervorgeht.
Fassen Sie nun mit dem Zeigefinger der
rechten Hand an das rechte Ohr und drücken Sie mit Unterstützung des Daumens
der rechten und linken Hand den umgeknickten Teil der Schnauze durch die
Ohren hindurch, so daß die Schnauze zwischen den Ohren festsitzt.
Sie können diesen Vorgang gut dadurch
unterstützen, indem Sie versuchen, mit den Fingern der rechten und linken
Hand, die die Ohren des Pudel halten, diese Ohren ein wenig auseinanderzuziehen,
damit der Schnauzenteil besser zwischen die Ohren paßt.
Drücken Sie den umgeknickten
Schnauzenteil aber nicht zu fest durch die Ohren, denn die Schnauze soll
ja nicht ganz, sondern nur bis zum im Bild "Hundeschnauze"
umgeknickten Teil durch die Ohren gesteckt werden - die beiden Fotos zeigen
diesen Vorgang.
Richten Sie den Ballon aus und zeigen
stolz das Ergebnis zum Zuschauer und sagen:
"Ein Pudel!"
Dieses Bild sollte sich jetzt auch bei Ihrem Pudel ergeben.
Nun kommt zumeist der richtige Applaus
und das auch zu Recht. Denn Sie haben nun einen wunderschönen Pudel aus
dem Nichts erstellt.
Fassen Sie nun den Knoten (mit dem Sie sich hoffentlich nicht zu sehr
abgemüht haben) an und ziehen Sie diesen kurz ruckhaft nach oben.
Dabei formt sich der Schnauzenteil leicht nach oben und gleichzeitig wird
der Knoten nun endgültig stramm gezogen, so daß keine Luft mehr entweichen
kann.
"Aber das Wichtigste bei meinem
Pudel kommt jetzt:
Was ich nun mache, machen Sie bitte
nicht bei einem lebenden Hund. Das hat weder der Tierschutzverein gerne,
noch der Pudel!"
Nehmen Sie bei diesen Worten den Pudel
in die linke Hand. Ergreifen Sie ihn mit Daumen und Zeigefinger der linken
Hand hinter dem Schwanzende, also dem Teil, der nicht mit Luft gefüllt
ist (es ist zwar auch hier etwas Luft zu spüren, aber dieser Ballonteil
ist nicht zum vollen Umfang mit Luft gefüllt und sieht daher zum Zuschauer
hin leer aus). Die linke Hand erfaßt den Ballon etwa in der Mitte des
nicht voll mit Luft gefüllten Endteiles.
Mit der rechten Hand nehmen Sie nun
das Ballonende zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehen Sie nun kräftig
die beiden Hände auseinander. Sie kennen dieses Dehnen des Luftballons
ja bereits, denn genau diesen Vorgang machen Sie ja auch, wenn Sie einen
neuen Luftballon aufpusten. Die Abbildung zeigt dieses Dehnen des Schwanzendes.
Dieses Dehnen des nicht voll aufgeblasenen
Schwanzteils ist die Vorbereitung für den "Knüller" Ihrer Pudelfigur.
Es ist gewissermaßen die Vorbereitung für das "I-Tüpfelchen"
des Pudel.
Fassen Sie nun den Pudel mit der linken
Hand genau in der Mitte des voll aufgepusteten Schwanzteiles an. Drücken
Sie dann mit dem Zeigefinger und Daumen der linken Hand die Hälfte des
so gehaltenen Schwanzbubbels fest zusammen und ergreifen Sie mit Daumen,
Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand das Ballonende an der zusammengedrückten
Stelle.
Während die linke Hand sich ruhig verhält
und den Ballon an dieser Stelle abdrückt und dichthält, arbeiten sich
nun die Finger der rechten Hand langsam auf das Ballonende zu. Sie schieben
mit diesem Vorgang praktisch die obere Hälfte des Schwanzbubble an das
Ende des Luftballon und zwar genau zu der vorher gedehnten und damit geschmeidig
gemachten Ecke des Ballons zu.
Die Abbildung zeigt, wie die linke
Hand den Schwanzbubble in der Mitte abdrückt und hält und wie die rechte
Hand die obere Schwanzhälfte nach oben arbeitet.
Sobald die rechte Hand die Luftblase
ganz nach oben gearbeitet hat, halte ich dieses kleine Stückchen einen
Moment vor meinen Mund, hole tief und übertrieben Luft und blase dann
ganz vorsichtig gegen diesen Ballonteil. Dann lasse ich die rechte Hand
los, erfasse den Pudel nun mit der linken Hand an den Hinterbeinen und
zeige ihn so als "frisch getrimmten" Pudel meinen Zuschauern.
Durch das zum Schluß gezeigte Blasen
gegen den Luftballon denken viele der Zuschauer erstaunt, wie ich es wohl
schaffe, eine solche zusätzliche Blase in den Ballon zu pusten. Ein Pudel
mit einem "Pop-up Schwanz". Wer möchte nicht stolzer Besitzer
eines so schönen Hundes sein.
Sind Kinder in der Nähe, dann bitte
ich ein Kind tief Luft zu holen und kräftig gegen den Ballon zu pusten.
Das Kind ist sehr erstaunt darüber,
daß es so gut zaubern kann und es geschafft hat, diesen kleinen Bubble
einzupusten. Hier sehen Sie den nun wirklich fertigen Pudel, der Ihnen
den wohlverdienten Applaus und eine kleine Erholungspause bietet.
Wenn Sie den Pudelschwanz in dieser
Form erstellen, finde ich das schöner und besser als eine leider weitverbreitete
Unsitte, das Ballonende in den Mund zu nehmen und dann zu versuchen, durch
Hochsaugen der Luft einen solchen Bubble am Schwanzende zu erzeugen.
Ich sage es an dieser Stelle nochmals: Sie haben es nicht nötig, so zu
arbeiten. Es ist unhygienisch und gefährlich dazu, denn wenn mal ein Ballon
Platzen sollte, saugen Sie förmlich einen Fremdkörper in sich hinein.
Dieser Pudel ist frisch getrimmt! Bitte nicht mit Chappi füttern und
den Hund zweimal am Tag rauslassen!"
Damit überreiche ich dann das entstandene Tier einem
Zuschauer als Geschenk. Während meiner Arbeit habe ich mit immer schon
durch Beobachten des Publikums einen Zuschauer ausgesucht, der besonders
interessiert meiner Arbeit gefolgt ist und dann überglücklich ist, die
nun fertige Figur zu erhalten.
Nachdem Sie nun einen kleinen Pudel
in allen Einzelschritten nachgeformt haben, prägen Sie sich Bild für Bild
noch einmal die einzelnen Schritte ein und stellen Sie sich immer wieder
den Luftballon in Ihren Gedanken vor.
Natürlich können Sie bevor Sie das Tier
verschenken auch noch einige Variationen machen. Sagen Sie beispielsweise:
"Das ist übrigens der einzige
Pudel in Kiel (oder anderer Stadt), der gehorcht. Wenn man zu ihm sagt:
"Sitz", dann macht der das auch!"
Während Sie das sagen, greifen Sie mit
Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der linken Hand zwischen die Hinterbeine
des Pudel, spreizen Sie Ihre Finger der linken Hand und öffnen Sie so
dem Pudel die Hinterbeine
Die rechte Hand ergreift nun die Vorderbeine
des Pudel und steckt die Vorderbeine vorsichtig in diese Öffnung hinein,
so daß die Vorderbeine zwischen den Hinterbeinen des Pudel festgeklemmt
werden. Zeigen Sie dem Zuschauer nun wie folgsam Ihr Pudel ist.
Natürlich kann ein solcher Pudel auch
"Liegen" oder "Platz" machen.
Ein solches Pudelmodell können Sie am besten gestalten, wenn Sie bei den
Proportionen des Pudelkörpers den Pudelbauch nur geringfügig länger als
die Hinterbeine modelliert haben.
Wollen Sie so einen folgsamen Pudel zeigen, so drehen Sie zunächst die
Hinterbeine und den Schwanz des Pudel um 180 Grad herum.
Die nächste Abbildung zeigt, wie das aussehen soll und wie der Pudel dabei
mir der linken Hand gehalten wird.
Ergreifen Sie dann die umgedrehten Pudelbeine
mit der rechten und linken Hand, knicken Sie die Beine nach vorne in Richtung
Nackenbubble und rollen Sie die Hinterbeine vorsichtig über den Bauch.
Die Trennung des linken und rechten Hinterbeines wird genau am Halsbubble
zwischen Hals und Bauchteil des Hundes gedrückt, damit das ganze seinen
Halt findet. Dann rollten Sie die Hinterbeine über den Bauchteil,
Dazu machen Sie einfach einen kleinen
Bubbel zusätzlich zwischen dem linken und rechten Vorderbein, so daß Sie
bei diesem Schritt insgesamt 3 Bubbel haben, bevor Sie die Vorderfront
um den kleinen Nacken festdrehen.
So
einfach ist das, - gewußt wie!
Bevor Sie nun die weiteren in diesem
Buch beschriebenen Figuren erlernen, blättern Sie ruhig noch einmal zurück
und erinnern Sie sich Bild für Bild an die einzelnen Schritte, die für
diesen Pudel erforderlich sind.
Erst jetzt sollten Sie versuchen, mit
einem Luftballon Ihre ersten Versuche zu machen.
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