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Der menschliche Körper ist eine wundervolle Einrichtung
und benötigt zum Funktionieren die Luft. Ich will Ihnen hier keinen Vortrag
über die Atmungsorgane halten, sondern nur an den entsprechenden Stellen
einige wichtige Hinweise und Tipps geben, wenn sie zum Aufpusten des Ballons
von Bedeutung sind.
Führen Sie den zuvor gedehnten Ballon nun zum Mund. Das kleine runde/härtere
Mundstück halten Sie hinter den Vorderzähnen. Den Ballon selbst halten
Sie nur gerade. Nicht an dem Ballon ziehen! Das erschwert nur das Aufpusten.
Einfach den Ballon nur gerade halten - das ist im Moment alles.
Zunächst füllen Sie Ihre Backen prall mit Luft und drücken diese Luft
aus den Backen mit einem kleinen kräftigen Ruck un den Ballon, so daß
ein kleiner "Bubble", eine erste kleine Luftblase hinder dem
haltenden Daumen und Zeigefinger der linken Hand entsteht. Es dehnt sich
also zunächst nur das erste Stück des Ballons.
Das Bild zeigt diesen Vorgang.
Wenn Sie das geschafft haben, hat der Ballon verloren!
Halten Sie aber auf jeden Fall diesen Bubble fest und lassen Sie die mühsam
eingepustete Luft nicht wieder entweichen!
Nun holen Sie tief Luft, füllen die gesamten Lungen und vor allem den
Bauch mit Luft und pusten den eben erstellten "Bubble" kräftig
nach hinten in den Ballon hinein.
Dabei dürfen Sie natürlich nicht den bis jetzt mit Daumen und Zeigefinger
der linken Hand zugehaltenen Bubble weiterhin dichthalten, sondern öffnen
Sie die haltenden Finger, sobald Sie die Luft aus dem Zwerchfell entgegenzusetzen
haben.
Das volle Aufpusten des Ballons geschieht nicht mit der Lunge, sondern
praktisch mit dem Bauch. Genauer: das Zwerchfell übernimmt dabei die Hauptarbeit
und preßt kräftig die Luft heraus und in den Ballon hinein, der ja durch
den "Anfangsbubble" für diesen Vorgang vorbereitet wurde.
Dabei wird das Zwerchfell hart - bitte fühlen Sie dieses einmal beim Ausatmen
und simulierten Aufpusten ohne einen Luftballon.
Sie alle kennen diese Art des Drückens mit dem Zwerchfell - nun entschuldigen
Sie den Vergleich, aber er ist so zutreffend - wenn Sie sich mal an einem
gewissen Örtchen so richtig angestrengt haben.
Achtung: Versuchen Sie nicht, mit "Gewalt" einen Ballon
aufzupusten. Strengen Sie sich nicht zu sehr an, so daß Sie sich gesundheitliche
Schäden zuziehen. Bevor Sie versuchen, Ihre vermeintlichen Schwierigkeiten
mit Kraft und Gewalt zu überwinden, fragen Sie bei einem Besuch den Hausarzt
um Rat.
Scheuen Sie sich nicht, am Anfang und für Vorführungen
im Freundeskreis eine kleine spezielle Luftballon-Pumpe zu benutzen.
Das Aufblasen des Ballons muß in einem Zug geschehen. Der kleine "Bubble"
wird also zügig nach hinten geblasen.
Nochmals: ziehen Sie dabei bitte nicht an dem Ballonende. Die
rechte Hand hält das Ballonende nur in der Waagerechten, ohne jede Spannung
oder Ziehen. Ein Ziehen wie ich es oft bei Anfängern beobachte, hilft
nicht, sondern im Gegenteil, es erschwert das Aufblasen nur noch.
Auf keinen Fall lassen Sie Luft wieder aus dem Ballon
heraus, um erneut das Aufblasen zu versuchen (siehe auch unter Ballontips),
da sonst die Gefahr des Platzens beim anschließenden Modellieren zu groß
ist. Wenn Sie die einmal eingepustete Luft aus
einem Ballon wieder herauslassen und diesen dann anschließend wieder aufpusten,
so werden Sie feststellen, daß das erneute Aufpusten zwar leichter geht,
aber der Ballon dadurch, daß er bereits mit Luft gefüllt war, im Durchmesser
dicker wird und somit die Gefahr des Platzens beim anschließenden Modellieren
sehr groß ist.
Der Ballon darf nicht ganz aufgeblasen werden, da Sie
ansonsten nicht mehr modellieren können. Durch das Modellieren und Formen
des Ballons werden unterschiedlich viele Luftkammern (im Buch als "Bubble"
bezeichnet) gebildet und die im Ballon enthaltene Luft weicht dabei nach
hinten in den nicht aufgeblasenen Ballonteil.
Nur solange Sie also dort am Ende des Ballons noch eine freie Reserve
haben, in die die Luft ausweichen kann, können Sie weiter modellieren.
Ansonsten wird der Ballonteil zu stramm und platzt.
Haben Sie Schwierigkeiten, den Ballon bis zur gewünschten Länge aufzublasen,
so hören Sie ruhig an der Stelle auf, bis zu der Sie es geschafft haben
und machen halt eine kleinere Figur oder gestalten Sie Ihre geplante Figur
mit kleineren Proportionen. Das Nachblasen oder schrittweise Aufblasen
hilft wenig oder auch gar nicht.
Dazu für den Anfänger vielleicht noch ein Tip: Sagen Sie vorher nicht
an, welches Tier Sie erstellen wollen, sondern richten Sie sich nach der
Luftmenge, die Sie in den Ballon gepustet haben.
Und so kommt man ganz schön ins Rotieren:

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