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Die "angeblichen Spielregeln"Utensilien:
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| Angeregt und verärgert
über einen Zeitungsbericht in einer Frankfurter Zeitung über
dieses Hütchenspiel hat sich der Autor entschlossen, seine Beobachtungen
einem breiten Publikum darzutun und so vielleicht zu verhindern, dass
noch mehr naive Zuschauer auf diesen Betrug hereinfallen, die meinen,
hier schnell ein paar Mark verdienen zu können. |
| Ich kenne
Sie, ich habe Sie doch neulich spielen sehen |
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| Vor einiger Zeit war in
einer Frankfurter Zeitung ein Bericht über dieses Spiel zu lesen.
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Es hieß darin, dass die Staatsanwaltschaft prüfe, ob es sich bei diesem Spiel um ein erlaubtes oder verbotenes "Geschicklichkeitsspiel" handele.
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| Sicherlich sieht es zunächst
einmal so aus, als sei es eine reine Geschicklichkeit des Spielers,
die Kugel unter den Hütchen erscheinen zu lassen und gerade da
liegt die Gefährlichkeit des Spiels.
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Man sieht als Zuschauer, dass der Spieler zwar sehr
geschickt im Handling mit den kleinen Hütchen und der Kugel
ist, glaubt aber doch bald, ihm auf die Schliche gekommen zu sein
und möchte nun auch schnell ein bisschen Geld verdienen.
| Hier fängt
man an, Sie einzulullen |
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| Grundsätzlich kann
man aber sagen, dass bei diesem Spiel auf der Straße niemals
ein wirklich unbeteiligter Zuschauer auch nur einmal Geld gewinnen
könnte. Ich betone ausdrücklich: niemals! |
Das Risiko, dass dieser Zuschauer nun mit dem so gewonnenen Geld nicht weiterspielen würde, ist den Profi-Spielern viel zu groß. Wenn Sie als Zuschauer also sehen, dass jemand Geld gewinnt, so können Sie mit hundertprozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass dieser "Zuschauer" zu dieser Gang gehört, die hier versucht, Sie zu betrügen. Gewinnen und verlieren bei diesem Spiel wird zunächst
ganz einfach dargestellt mit drei bis vier "Zuschauern",
die aber alle zu dieser Gang gehören.
| Den Profis
ist das Risiko zu groß, daß Sie mit dem Geld nicht weiterspielen! |
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| Allzu offensichtlich wird
hier gezeigt, dass es doch eigentlich nur darauf ankommt, dem Spieler
auf die Finger zu schauen und dann kann ja nichts schief gehen.
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| ![]() Nun beginnt die Show. Man will Sie in Sicherheit wiegen, denn Sie lassen sich doch bestimmt nicht so einfach täuschen?
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Eine der üblichsten Finten dazu ist, dass nach dem Verschieben der Hütchen nochmals ganz offen gezeigt wird, wo sich die Kugel befindet und während dann der "Zuschauer" (natürlich einer der Mitglieder der Gang) in der Tasche kramt und sein Geld sortiert, wird durch den Spieler scheinbar ganz harmlos dieses Hütchen vertauscht. Alle Zuschauer sehen diesen kleinen Trick, nur der "Mitspieler" nicht , der gerade sein Geld sucht. Dass er dann, nachdem er das Geld gefunden hat, auf das falsche Hütchen setzt und völlig überrascht ist, wenn er nicht gewinnt, sieht jeder (schadenfroh?) und denkt: "Mir wird das nicht passieren, ich passe da
schon besser auf.
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Nur der arme Mitspieler nicht!
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| Und wenn Sie an dieser Stelle
mal genau die Runde beobachten, wer von den Zuschauern erst jetzt
versucht dem "Verlierer" klarzumachen, dass der Spieler
doch noch einmal getauscht hat und ihn dann eifrig ermahnt: |
"Du musst aufpassen!", dann wissen Sie auch schon, wer alles zu diesem Team gehört.
| Seien Sie
ehrlich, ein bißchen Schadenfreude war da bei Ihnen? |
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| Ein solches Spielerteam
besteht aus:
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einem "Spieler" (dem Operator, der die
Hütchen schiebt und die Bank hält. Dieser Spieler hat
in seiner Arbeitshand auch gleich das Geld bereit, das Sie gewinnen
sollen. Dieses Zeigen des Geldes hat den Sinn, Sie in Sicherheit
zu wiegen, dass alles mit rechten Dingen zugeht und das Geld bereit
liegt. und mindestens 3 bis 4 Mitspielern, die zunächst nur die Aufgabe haben, zu zeigen, wie einfach dieses Spiel doch ist und wie leicht man gewinnen kann. Man muss halt nur ein wenig aufpassen und clever sein! Ferner gehören zu einem solchen Team noch mindestens 2 bis 4 Aufpasser dazu, die an den Straßenkreuzungen postiert sind und aufpassen müssen, wann die Polizei auftaucht. Nach dem Ruf: "Polizei" oder einem anderen "Codewort", rennt dann das Team sofort in verschiedenen Richtungen auseinander, um nach wenigen Minuten an derselben Stelle oder einer anderen vorher verabredeten Stelle weiter zu betrügen.
| Diesen Spieler
sehen Sie eine Stunde später als angeblichen Zuschauer
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Vorsicht vor diesen Leuten, die schrecken vor nichts zurück
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| Auch die Mitspieler sind
mit einem gewissen Grundkapital ausgestattet, um zunächst für
die Demonstration Geld fließen zu lassen und später bei
besonders hartnäckigen Zuschauern dafür zu sorgen, dass
man vielleicht zu zweit gegen den Spieler vorgehen kann (siehe Methode
5).
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Sobald der Spieler von einem wirklich unbeteiligten Zuschauer Geld gewonnen hat, verliert er dieses Geld sofort im darauffolgenden Spiel an einen seiner Mitspieler. Das soll einmal zeigen: "Wie gewonnen, so zerronnen." In Wirklichkeit dient dieses Verfahren des Geldumschlages
allerdings dazu, sofort einen erzielten Gewinn abzusichern, denn
falls doch einmal eine Razzia erfolgen sollte, so hat dieser arme
Spieler außer seinem Spielgeld kein zusätzliches Kapital.
| Das gewonnene
Geld nimmt seinen Lauf |
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| In Wirklichkeit dient dieses
Verfahren des Geldumschlages allerdings dazu, sofort einen erzielten
Gewinn abzusichern, denn falls doch einmal eine Razzia erfolgen sollte,
so hat dieser arme Spieler außer seinem Spielgeld kein zusätzliches
Kapital. |
Er kann einem eigentlich leid tun. Nachdem man also mit einigem Vorgeplänkel mit den eigenen Leuten allen Umstehenden und Neugierigen gezeigt hat, welch großer Wohltäter man doch ist, wird nun bald Ernst gemacht. Der Spieler ist sehr wohl in der Lage, aus der Reaktion der Zuschauer festzustellen, wann jemand bereit ist, sein Glück oder besser gesagt, sein Unglück zu wagen..
| So, nun
sollen Sie an die Reihe kommen.
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Ich habe Sie gewarnt!
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